Aktuelle Einrichtungstrends

Erlaubt ist, was gefällt – so heißt es zumindest, wenn man nach modischen Gepflogenheiten hinsichtlich des privaten Wohnraums fragt. Designer, Möbelhaus, Discounter, Flohmarkt und DIY, alles kann nebeneinander existieren und sich harmonisch ergänzen. Ein Zuhause ist Wohlfühlraum, kein Ausstellungsraum. Dennoch zeichnen sich auch 2014 wieder einige neue Wohntrends – privat lieben es die Menschen eher minimalistisch. Pomp ist auch weiterhin nicht angesagt. Vielmehr sehen aktuelle Designs Funktionalität, minimalistische Ausstattung und klare Linien vor. Möbel müssen funktional sein. In Zeiten von iPhone, iPad, Flachbild-TV und und Smartphones will (fast) die gesamte Wohnung auf Gebrauch ausgerichtet sein. Klare Linien in kontrastreichen Nichtfarben sind angesagt, Schwarz-Weiß und alle Graustufen sind zurück – der minimalistisch gepolsterte Ledersessel in Weiß passend zur schwarzen Tischplatte auf verchromten Metallfüßen, darauf sich stilsicher der Tablet eines angesagten Herstellers als Blickfang befindet.

Weitere Trends liegen im Do It Yourself und im Upcycycling, der Verwendung von recycelbaren Materialien. Der ursprünglich von der Finanzkrise ausgelöste Trend zum Homing und DIY hat sich verselbstständigt. und nie waren selbstgefertige Wohnaccessoires so cool wie heute. Viele Menschen haben verstanden, dass teure Designerstücke nicht immer die passenste Lösung liefern und gestalten ihre Spiegel, Dekouhren, Wanddekos, Vorhänge, Lampen und Tischacessoires selbst. Nicht alles ist dabei notwendigerwesie selbstgemacht – Komponenten aus Holz oder Glas lässt man im Baumarkt oder in Werkstätten zuschneiden, technische Bauteile wie LED Leuchten, Ziffernblätter oder Aufhängungen werden aus dem Internet dazugekauft. Das Endergebnis sind Objekte, die keineswegs selbstgemacht wirken, haarklein an die bestehende Einrichtung angepasst sind und auch kritische Augen überzeugen. Zu diesem Trend gehört auch das sogenannte Upcycling, bei dem alte Möbel, aus der Mode gekommene Objekte oder sogar Wohlstandsmüll stilvoll zu Dekogegenständen verartbeitet werden. Mit Upcycling, eigentlich ein Konzept aus dem Umweltschutz, beschäftigen sich schon seit einiger Zeit auch Mode- und Möbedesigner: Baugerüste oder Treibholz werden dabei zu originellen Möbeln, Weinfässer zu Parkettböden und Altreifen zu kunstvollen Skulpturen umgearbeitet.

Naturmaterialien kommen im privaten Wohnraum gut an, denn sie stehen nicht nur für Lifestyle sondern auch für persönliche Harmonie. Holz, Kork, Metall, Glas und Leder sind in diesem Zusamenhang angesagter denn je. Verbundstoffe, Polymere, Pressspan und mit Holzimitat überzogene Pappe sind in Wohn- und Wellnessräumen kaum noch erwünscht, denn diese Materialien sind weder nachhaltig, noch biologisch abbaubar. Insofern machen Böden, Decken und Wände mit Holz-, Naturstein- oder Textilverkleidung durchaus Sinn. Während Polstermöbel dieses Jahr mit Leder, Leinen, Seide oder Wolle bezogen und mit Spelzen gefüllt sind, ist im Nassbereich wieder Naturstein angesagt. Der Trend geht weg von Acrylglas und Keramik, hin zu Granit, verschiedenen Kalksteinen und Marmor. Die Materialien sind nicht kostengünstig, wirken aber sehr edel und bringen, gut gepflegt, über Jahre Freude.